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Comic-Review: The Stand – Das letzte Gefecht 4 (Panini)

The Stand - Das letzte Gefecht 4
Meisterlich wie gewohnt stimmt das Duo Aguirre-Sacasa/Perkins auf den unvermeidlichen Showdown ein.

(C) Panini Comics / The Stand - Das letzte Gefecht 4 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit "Schergen des Bösen" wird die zweite Hälfte der Graphic Novel-Adaption von Stephen Kings Meisterwerk eingeleitet. Grandma Abagail und ihr Gegenspieler Randall Flagg haben in den ersten drei Handlungsbögen ihre Getreuen mittels Träumen zu sich gerufen und beginnen, sich für die anstehende Entscheidungsschlacht zu rüsten. Zum Auftakt von Band 4 trifft nun auch Larry Underwoods Gruppe als letzte in der nunmehrigen Freizone Boulder, Colorado ein, die sich als Ursprung einer neuen gesellschaftlichen Ordnung versteht. Viele weitere Überlebende von "Captain Trips" haben sich hier mittlerweile versammelt, um wieder ein einigermaßen geregeltes Leben zu führen. Weiter westwärts verwaltet ihr böses Pendant Randall Flagg sein Terrorregime, das Abweichler mit dem Tode bestraft und drauf und dran ist, zu expandieren. Sein unheimlicher Einfluss birgt aber auch Gefahr für die Menschen in Boulder mit sich: Nicht nur Harold Lauder, immer noch rasend eifersüchtig auf Stu Redman wegen dessen Liaison mit Franny Goldsmith, sondern auch die mit Larry Underwood angereiste Nadine Cross scheinen dem Einfluss des Dunklen Mannes hoffnungslos erlegen zu sein. Als wäre das nicht schon bedrohlich genug, zieht sich Grandma Abagail unvermittelt zum Gebet in die Wälder zurück.


Die verschiedenen Gruppen von Überlebenden sind – je nach Gesinnung – an ihren jeweiligen Zielpunkten angekommen, nun bereitet uns Autor Robert Aguirre-Sacasa auf den Showdown vor. Während in den Vorgängerbänden der Fokus auf den "Guten" lag, bekommen wir diesmal endlich mehr von Randall Flagg und seinen üblen Gesellen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Geschichte des Mülleimermanns, der den beschwerlichen Weg von Gary, Indiana nach Las Vegas, zündelnd und selbst von der unbarmherzigen Sonne verbrannt, endlich geschafft hat. Die genauen Absichten seines Meisters bleiben noch unklar, die Gemeinschaft um Grandma Abagail ahnt aber bereits dass ein Angriff unmittelbar bevorsteht. Diese nervöse Anspannung, verstärkt durch das seltsame Verhalten von Harold und Nadine, wird meisterhaft eingefangen – kongenial von Mike Perkins wunderbar feinem Strich, veredelt von Laura Martins behutsamer Kolorierung. "The Stand" bleibt auf höchstem Niveau und ist vor allem jenen ans Herz zu legen, die sich bis jetzt noch nicht ins Oeuvre des Meisters aus Maine eingelesen haben.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #






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