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Comic-Review: Batman: Arkham Asylum – Madness (Panini)

Batman - Arkham Asylum: Madness
Wer bereit ist sich auf eine Batman-Story der etwas anderen Art einzulassen, liegt bei Sam Kieths Graphic Novel genau richtig.

(C) Panini Comics / Batman - Arkham Asylum: Madness / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBatman selbst kommt in der Geschichte gleich überhaupt nicht vor. Stattdessen begleiten wir eine junge Frau namens Sabine einen Tag lang bei einem der wohl schlimmsten Jobs, die man sich vorstellen kann – als Krankenschwester in Gotham Citys Irrenanstalt Arkham Asylum. Kieth möchte uns in seiner Geschichte nämlich zeigen, wie sich die beklemmende Atmosphäre des Wahnsinns, die in dem Gebäude herrscht, auf das dort arbeitende Personal, die Ärzte, Schwestern und Sicherheitsleute auswirkt. Nicht nur sind die Arbeitsbedingungen schlimmer als in jeder McDonald’s-Filiale (24-Stunden-Schichten dank chronischer Unterbesetzung inklusive), man lebt auch innerhalb der Mauern Arkhams selbstverständlich auch in ständiger Angst um Leib und Leben, beherbergt die Anstalt doch einen Großteil der Superschurken von Gotham City.


So bekommen wir beispielsweise Killer Croc zu sehen, der mit Maulzwinge in einem riesigen Wassertank gefangen gehalten wird und von den mutigeren Sicherheitsleuten einmal am Tag gefüttert werden muss, erleben einen Streit zwischen Two-Face und Harley Quinn, der in eine Prügelei unter den Insassen ausartet, und bekommen Einblick in das geisteskranke Gehirn des Jokers, der sogar von seiner Zelle aus nichts anderes tut als ein perverses Komplott nach dem anderen zu schmieden.


Genauso ungewöhnlich wie Kieths Erzählperspektive ist sein visueller Ansatz, ein experimenteller Mix aus verschiedenen Zeichenstilen, Collagen und digital bearbeiteten Fotografien. Das Ganze lebt mehr von den stilistischen Brüchen als dass es ein kohärentes Gesamtprodukt ergeben würde. Sogar Keith selbst zeigt sich im Nachwort nicht vollkommen zufrieden mit den Ergebnissen, worüber sich allerdings streiten lässt. Immerhin ist ein nicht vollkommen geglücktes Wagnis trotzdem um ein Vielfaches spannender als aalglatte Routine. Diese Aussage lässt sich auch auf "Arkham Asylum: Madness" generell umlegen. Wer also nach einer Geschichte abseits der in Superhelden-Comics üblichen Bildern und Plotstrukturen sucht, sollte mit dieser Graphic Novel seine Freude haben. Besonders, wenn er einen Job hat, den er hasst.



# # # Andreas Dobersberger # # #






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