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Comic-Review: Roland, Ritter Ungestüm 3 (Cross Cult)

rezension_roland_ritter_ungestuem_3_cover (c) Cross Cult
Seine Abenteuer führen Ritter Roland durch die Welt: Konstantinopel, Jerusalem und Worms heißen diesmal die Handlungsschauplätze.

rezension_roland_ritter_ungestuem_3_cover (c) Cross Cult / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFrancois Craenhals ist der Schöpfer des "Chevalier Ardent" (wörtlich übersetzt: der feurige Ritter), wie Roland im französischen Original heißt. Seine Abenteuer erschienen ab 1966 in Fortsetzungen im legendären frankobelgischen Comic-Magazin "Tintin", ab 1970 dann im Albumformat zuerst in Belgien, ab 1975 auch in Deutschland bei Carlsen. Cross Cult hat die Mittelalter-Serie wiederentdeckt und fasst jeweils drei Alben zu einem Band zusammen. Die dritte Lieferung ist bereits in den Läden. Man merkt es diesem Band an: Craenhals hat seine Figuren und das Setting mittlerweile fest im Griff, nun lässt er seine Erzählkunst zu Hochform auflaufen.


Ritter Rolands Abenteuer waren schon immer breit und episch angelegt gewesen, doch nun sprengt Craenhals’ Fabulierlust das Albumfomat: Gleich über zwei Alben ("Der Schatz des Wesien" und "Der Zauber der Wüste") zieht sich die Geschichte vom Schatz der Benediktinermönche, und sie führt Roland von seinem Stammsitz Rotteck über Konstantinopel nach Jerusalem. Dabei bekommt er es mit einem alten Bekannten zu tun: Der Schwarze Ritter taucht wieder auf, ganz als Superschurke, mit einer mechanischen Eisenklaue anstatt der rechten Hand und einem diabolischen Zwerg als Helfershelfer. In "Der Hüne von Worms" muss Roland dann in einen Erbschaftsstreit eingreifen und macht dabei die Bekanntschaft eines verwilderten Jungen, dessen bester Freund ein Adler ist.


Waren Rolands Abenteuer bislang immer in einem idealisierten Mittelalter angesiedelt, das sich geographisch und zeitlich nie exakt einordnen lässt, bricht Craenhals mit diesem Usus: In Rolands Abenteuer in Jerusalem wird die historisch verbriefte Tatsache vom östlichen Schisma erwähnt. Sein großes Vorbild Hal Foster kann Craenhals nicht verbergen, insgesamt sind Craenhals Zeichnungen aber dynamischer und moderner als jene von Foster. Und in den Geschichten lässt sich Craenhals immer wieder von Motive gegenwärtiger Populärkultur beeinflussen: So kommt zum Beispiel der Schwarze Ritter mit Eisenklaue und bösem Zwerg als Sidekick wie ein Superbösewicht aus einem James Bond-Streifen daher, für die Geschichte des verwilderten Knaben, der mit Adlern spricht, hat sich Craenhals durch Truffauts Film "Der Wolfsjunge" anregen lassen. Der redaktionelle Anhang ist wie gewohnt üppig: Neben den Titelbildern der deutschsprachigen Erstausgaben ist der großzügig bebilderte zweite Teil der Biographie von Craenhals enthalten.



# # # Gustav Ganz # # #






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