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Comic-Review: Der dunkle Turm 4 (Splitter)

Der dunkle Turm 4
Der Titel dieses Bands sagt eigentlich alles über seinen Höhepunkt aus: "Der Untergang Gileads".

(C) Splitter Verlag / Der dunkle Turm 4 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Anfang vom Ende scheint unvermeidlich. Nachdem sich die Schlinge zuletzt bedrohlich zugezogen hat, rüsten sich die Revolvermänner um Stephen Deschain für die kommende Entscheidungsschlacht gegen John Farson, den "Guten Mann". Er hat seine mit Mutanten und Panzern verstärkte Truppen bereits in Marsch Richtung Gilead gesetzt – nicht unwesentlich schuld daran ist der Magier Marten Broadcloak, über dessen dunkles Treiben wir vor dem Start der sechsteiligen Hauptstory in der ersten Geschichte, dem Oneshot "Der Zauberer", mehr erfahren. Er steckt hinter der Hellseherkugel, die Stephens Sohn Roland in ihren verderblichen Bann schlug und mit einer Illusion dafür sorgte, dass er seine Mutter Gabrielle unbeabsichtigt erschossen hat.


Broadcloak jedenfalls ist mit der "Pampelmuse" entkommen und für seine Verfolger nicht mehr greifbar. Einige seiner Männer sind jedoch in Gilead verblieben und verüben heimtückische Attentate auf heilkundige Personen, um die Verteidiger im Vorfeld der Schlacht zu schwächen und Misstrauen in ihren Reihen zu säen. Stephen Deschain entschließt sich, mit seinen Männern das Lager Farsons anzugreifen, bevor dieser seine Kriegsmaschinerie in Bewegung setzen kann. Durch einen Verrat werden sie entdeckt und in einen Kampf verwickelt, von dem er schwer verletzt zurückkehrt. Jetzt können nur noch die ausgetüftelten Abwehrmechanismen helfen, die einst sein Urahn, der legendäre Arthur Eld, zum Schutz Gileads erbauen ließ. Während Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht werden, machen sich Roland und seine Mitstreiter daran, die verrosteten Fallen wieder in Schuss zu bringen.


Wie nicht anders zu erwarten, ist auch der vierte Band der Graphic Novel zum "Dunklen Turm" wieder eine großartige Lektüre, die auch King-Novizen begeistern wird. Der erfahrene Peter David findet die richtigen Worte für die düstere Atmosphäre, die Gilead umgibt, und lässt seinen Erzähler in gewohnt mitfühlend und teils ironischem Ton sprechen. Die prächtigen Zeichnungen von Jae Lee, kongenial untermauert von der prächtigen Farbgebung von Richard Isanove, sind der reinste Augenschmaus und laden mehr als einmal dazu ein, länger auf den Seiten zu verweilen. Wer statt für das bei Heyne erschienene Paperback noch ein paar Euros drauflegt, bekommt wieder einen luxuriösen Hardcover-Band, der das Artwork erst so richtig zur Geltung bringt und von Splitter wieder mit einem beigelegten Druck veredelt worden ist.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #






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