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Comic-Review: Die Chroniken von Wormwood 2 (Panini)

Die Chroniken von Wormwood 2
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.

(C) Panini Comics / Die Chroniken von Wormwood 2 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEs könnte nicht besser laufen für Danny Wormwood, seines Zeichens erfolgreicher Fernsehproduzent und in einer Beziehung mit einer umwerfenden Frau. Die weiß freilich nichts über seine wahre Herkunft, ist er doch niemand Geringerer als der Sohn Satans höchstpersönlich. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, seinen sprechenden Hasen Jimmy zu ärgern und nach getaner Arbeit gemeinsam mit seinem schwarzen Jay alias Jesus Christus in einer Bar abzuhängen. Es gibt allen Grund sich des Lebens zu freuen, denn schließlich haben die beiden ihre jeweiligen Väter vor kurzem in deren Versuch ausgetrickst, Armageddon in Gang zu bringen, und den garstigen Papst Jacko in die Hölle verfrachtet. Noch dazu scheint Jay sich von den Folgen eines Zwischenfalls vor einigen Jahren zu erholen, bei dem ihm die freundlichen Officers des LAPD den halben Verstand weggeprügelt haben.


Danny fühlt sich pudelwohl in seiner Haut, bis ihm seine Angebetete Maggie offenbart, dass sie von ihm schwanger ist. Von hier nimmt das Dilemma in "Das letzte Gefecht" seinen Ausgang, denn unser Protagonist hält so gar nichts von Vaterfreuden und dem Wechseln von vollgeschissenen Windeln. Seiner Freundin will er das nicht so recht eingestehen, doch wird er nicht nur dazu gezwungen, sondern überhaupt über sich selbst, Himmel und Hölle und den ganzen Rest zu erzählen. Dafür sorgt unwissentlich Jimmy, der die beiden beim Sex gefilmt hat und sich unbeabsichtigt Maggie gegenüber, um Danny zu verteidigen, als wortgewandtes Karnickel zu erkennen gibt. Als wäre das nicht schlimm genug für den Antichristen, muckt auch Papst Jacko in der Hölle auf und ergreift Besitz von Paul Carnovitz, Dannys schlimmstem Konkurrenten im Fernsehbusiness.


Wie auch im Vorgängerband lässt Garth Ennis keine Gelegenheit aus, um wieder einmal seine Leibthemen Religion und Kirche zu beackern. Gewürzt mit Sex, Gedärmen, Blasphemie, Zynismus, einem Schimpfwortvokabular, das seinesgleichen sucht ("Scheißhausnutte", "Fickkrüppel", "Wichsfleck" und andere Preziosen) und der Verarschung der Popkultur im Allgemeinen und dem TV-Geschäft im Besonderen, gerät Band zwei der Wormwood’schen Abenteuer wieder zum reinsten Lesevergnügen. Ennis zeigt sich von seiner besten Seite, hält mit radikalen, aber wahren Einsichten in den alltäglichen Wahnsinn nicht hinterm Berg und präsentiert sich wesentlich bissiger (und besser) als in den letzten Ausgaben des eigentlich gut gestarteten "The Boys". Oscar Jimenez feiner Strich ist eine wahre Augenweide und toppt die Arbeit von Jacen Burrwos am Vorgänger um Längen. Gut gemacht, höllelujah!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #






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