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Audiobook-Review: Gruselkabinett 51 (Titania Medien/Lübbe Audio)

Gruselkabinett 51
Diesmal wird eine langsam, aber stetig an Fahrt aufnehmende Schauergeschichte serviert, die den Hörer mit dem Wissen zurücklässt, warum manche Geheimnisse besser für immer ruhen sollten!

(C) Titania Medien/Lübbe Audio / Gruselkabinett 51 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit Folge Nummer 51 gibt einer der bekanntesten Autoren des 20. Jahrhunderts im "Gruselkabinett" seine Visitenkarte ab. Die Rede ist von niemand Geringerem als Sir Arthur Conan Doyle, dem Schöpfer des unsterblich gewordenen Detektivduos Sherlock Holmes und Doktor Watson. Neben den Geschichten, in deren Mittelpunkt der Meisterdetektiv aus der Bakerstreet 221B steht, verfasste der britische Autor eine Reihe weitere Erzählungen, zu denen auch "Die Mumie" zählt, 1892 unter dem Titel "Lost No. 249" erschienen. Mit dieser Geschichte gelingt es dem berühmten Autor auch auf Anhieb, im Genre des Unheimlichen und Unheilvollem Fuß zu fassen.
Die bereits in der Erzählung wundervoll eingefangene Stimmung des viktorianischen Oxfords in Symbiose mit einer düsteren und spannenden Geschichte, die im alten Ägypten ihren Ursprung hat, wird diese auf beeindruckende Art und Weise von Titania Medien ins Medium des Hörspiels übertragen.


Schon nach den ersten Minuten wähnt sich der Hörer selbst im altehrwürdigen Oxford im Schein der Gaslaternen. Wieder einmal kann man die musikalische Untermalung und den Einsatz der Geräuschkulisse nur als vorbildlich bezeichnen. Sie machen es möglich, förmlich in die Geschichte einzutauchen. Die Spannung baut sich zwar langsam, aber stetig auf und sorgt dafür, dass die bedrohliche und unheilvolle Stimmung fast greifbar wird, bevor sie sich in einem gelungenen Finale entlädt. Jeder, der hier bloß eine mehr oder minder gelungene Variation des altbekannten Mumienmotivs erwartet, wird überrascht sein, denn diese Geschichte begibt sich abseits der bereits ausgetretenen Pfade.


Ein Hörspiel steht und fällt natürlich immer mit den Leistungen seiner Protagonisten. In diesem Fall kann man Titania Medien nur beglückwünschen, denn man hat auch bei der Auswahl der Sprecher ein glückliches Händchen bewiesen. Besonders erwähnenswert ist hier die markante Stimme von Hannes Maurer, der der sinistren Figur des Edward Bellinghams auf beängstigende Art Leben einhaucht. Dem einen oder anderen dürfte seine Stimme bekannt vorkommen, in der TV-Serie "Bones" lieh Maurer seine Stimme Doktor Lance Sweet. Ich hoffe diese außergewöhnliche Stimme noch in weiteren Rollen hören zu dürfen. Natürlich leisten auch alle anderen Sprecher, wie nicht anders gewohnt, durchweg gute Arbeit. Absolut vorbildlich, daher bleibt als Fazit eigentlich nur eines zu sagen: Kaufen!     



# # # Oliver Fleischer  # # #






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