Logo von SLAM
Start · News · BARONESS Flexi Vinyl · Gewinnspiele · Abo & Nachbestellung · Interviews & Stories · Reviews · Specials · SLAM presents · SLAM Ticketshop
Reviews   Movies   Concerts   Alben   Games   Books   Books 2022   Books 2021   Books 2020   Books 2019   Books 2018   Books 2017   Books 2016   Books 2015   Books 2014   Books 2013   Books 2012   Books 2011   Books Q4/2011   Books Q3/2011   Books Q2/2011   Books Q1/2011   Books 2010   Books 2009  

Book-Review: Die Bestien (Festa)

Die Bestien
Ein Roman wie ein Tritt in den Unterleib. Dieser Thriller macht das Grauen greifbar!

(C) Festa Verlag / Die Bestien / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBereits nach wenigen Seiten wird deutlich: Dies ist kein Buch für zarte Gemüter. Anfänglich stellt sich eine gewisse Skepsis ein, ob der Roman des australischen Autors Brett McBean eigenständig genug sein würde, um über die volle Distanz unterhalten zu können. Die literarischen und filmischen Vorbilder sind für den geneigten Leser unschwer zu erkennen und liegen wie eine Blaupause hinter dem Text – doch erweist sich diese Sorge als unbegründet. Die Geschichte beginnt wie ein B-Movie aus den 1970ern und schnell wird klar, wohin die Reise geht. Ein abgelegener Ort in den Bergen Georgias wird zur Todesfalle für ahnungslose Durchreisende, denn die einheimische Bevölkerung frönt der Menschenjagd als Zeitvertreib, wobei auch Folter und Vergewaltigung nicht zu kurz kommen.


Dies ändert sich an dem Tag, als Jim Clayton nach einem längeren Knastaufenthalt zufällig in die Stadt kommt. Genau bis zu eben dieser Stelle wandelt der Autor auf breit ausgetretenen Pfaden, doch dann fügen sich immer neue Mosaiksteine in den Plot ein, die man so aus diesem Genre bisher nicht gewohnt ist und die eine willkommene Abwechslung zu den bekannten Handlungsmustern darstellen. Geschickt lässt McBean übersinnliche Elemente in die Story einfließen, die zunächst nur am Rande von Bedeutung zu sein scheinen, aber im weiteren Verlauf deutlich zulegen und an Bedeutung gewinnen. Das furiose Ende des Romans wird so sicherlich keiner erwarten, versprochen!


Die Sprache dieses Romans ist direkt, fies, roh und nimmt nie ein Blatt vor den Mund. Dazu kommen explizite Gewaltdarstellungen, die eigentlich keinerlei Platz mehr für eigene Interpretationen lassen. Lesern, denen eine solche Direktheit zu weit geht, sollten auf die Lektüre dieses Romans verzichten. Jene, die von Autoren wie Richard Laymon, Brian Keene und Jack Ketchum allerdings nicht genug bekommen können, werden beim Lesen dieses schmutzigen Thrillers anerkennend mit der Zunge schnalzen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Brett McBean seinen festen Platz auf dem Olymp der Horrorautoren eingenommen hat. Gratulation an den Festa Verlag, hier hat man wirklich einen Rohdiamanten gehoben. 



# # # Oliver Fleischer # # #






Folgende Beiträge könnten dich auch interessieren:
Start · News · BARONESS Flexi Vinyl · Gewinnspiele · Abo & Nachbestellung · Interviews & Stories · Reviews · Specials · SLAM presents · SLAM Ticketshop
Reviews   Movies   Concerts   Alben   Games   Books   Books 2022   Books 2021   Books 2020   Books 2019   Books 2018   Books 2017   Books 2016   Books 2015   Books 2014   Books 2013   Books 2012   Books 2011   Books Q4/2011   Books Q3/2011   Books Q2/2011   Books Q1/2011   Books 2010   Books 2009  
Zur WWW-Version Facebook Twitter
Impressum
Diese Seite möchte Cookies speichern. Okay Infos