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Comic-Review: Bone – Complete Edition (Tokyopop)

Cover Bone Complete Edition (C) Tokyopop
"Der Herr der Ringe", aber viel humorvoller? Nur einer jener Vergleiche, die man für Jeff Smiths Meisterwerk bemühen konnte – und ihm doch nicht einmal ansatzweise gerecht werden.

Cover Bone Complete Edition (C) Tokyopop / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Ganze dreizehn Jahre lang hat der 1960 geborene amerikanische Autor/Zeichner Jeff Smith für die im vorliegenden Band versammelte mehr als 1300 Seiten starke Saga benötigt. Und offensichtlich hat ihm die Glückszahl 13 Fortunas Gunst mehr als gesichert, hält man sich die unzähligen Auszeichnungen für das Werk vor Augen: Zehn Eisner Awards, die Oscars der Comic-Industrie in den USA, sowie elf Harvey Awards, dazu unzählige Preise auch in Deutschland, Italien, Frankreich und anderen europäischen Ländern. Veröffentlicht hat Smith seine Saga gemeinsam mit seiner Frau Vijaya im Eigenverlag, abgesehen von einem kurzen Intermezzo bei Image Comics. 2005 und 2006 erschienen mit "Out of Boneville" und "The Great Cow Race" zwei Videogame-Adaptionen, 2008 verkündete Warner Bros. dass man sich die Rechte für eine filmische Umsetzung gesichert habe.


Die Geschichte beginnt mitten in der Wüste, durch die sich Fone und seine beiden Vettern Smiley und Phoney kämpfen. Letzterer ist an ihrer tristen Lage schuld, hat er doch als zwielichtiger Geschäftsmann mehrere krumme Dinger im heimatlichen Boneville gedreht und musste die Flucht ergreifen. Als die drei eine Landkarte finden, keimt neue Hoffnung auf, in der sengenden Hitze an Wasser zu kommen – doch bevor es soweit ist, attackiert sie ein riesiger Heuschreckenschwarm. Getrennt von seinen Vettern kämpft sich Fone durch bis in das Tal, das auf der Karte verzeichnet war, und trifft bald auf die dortigen Bewohner: Einen großen roten Drachen, eine sprechende Wanze und andere Waldtiere wie eine Opossumfamilie. Schließlich begegnet er der jungen Thorn, die gemeinsam mit ihrer Grandma etwas abgelegen vom Dorf Barrelhaven lebt.


Kurze Zeit später kommt es dort zu einem Wiedersehen mit Smiley und Phoney, der eine Chance wittert die einfältigen Dorfbewohner beim traditionellen Kuhrennen über den Tisch zu ziehen. Ganz klar, dass da das Chaos schon vorprogrammiert ist. Hinter den Kulissen jedoch braut sich weit größeres Unheil zusammen: Der mächtige Herr der Heuschrecken schickt sich an, mithilfe eines mysteriösen Vermummten in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Eine riesige Armee von unheimlichen Rattenmonstern bedroht das Dorf, und nicht nur Bone und seine beiden Vettern erkennen dass ihnen eine besondere Rolle in der nahenden Auseinandersetzung mit den Kräften des Bösen bevorsteht – ebenso wie Thorn, die ein großes Geheimnis aus der Vergangenheit umhüllt…


Großartig – mit diesem Wort kann die "Complete Edition" von Tokyopop beschrieben werden, die das Epos "Bone" zusammenfasst. Wir bekommen alles an Zutaten geliefert, was es zu einer guten Geschichte braucht: Ein märchenhaftes Setting voll mit wundersamen Wesen, Drachen, bösen Monstern und wackeren Helden, die sich in einer ebenso faszinierenden wie gefährlichen Welt behaupten müssen. Die über weite Strecken über dem Ganzen liegende Bedrohung wird permanent von humorigen Einlagen aufgebrochen, für die vor allem der korrupte und geldgierige Phoney, die fast unerschütterliche Frohnatur Smiley und besonders jene zwei etwas einfältigen Rattenmonster, die sich über die optimale Zubereitungsweise der kleinen Bones zanken, sorgen. Jeff Smith hat eine faszinierende Erzählung geschaffen, die es trotz aller Dramatik schafft ein All Ages-Titel zu sein, ohne dabei zwanghaft kindlich sein zu wollen. Wer die rund 30 Euro in den opulenten Band investiert, wird dies von Beginn an nicht bereuen, sondern vielmehr in eine phantastische Lesewelt hineingezogen werden. Portionsweise ist dies auch mit den Einzelbänden möglich, die sowohl wie die "Complete Edition" in Schwarz-weiß als auch in Farbe erhältlich sind. "Bone" gehört definitiv auf den Einkaufszettel jedes ernsthaften Comic-Aficionados!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #






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