Diesmal werden Hintergründe und Motivation einiger maßgeblicher Helden und Schurken beleuchtet.
Wie die schnelle Abfolge der Veröffentlichung vermuten lässt, hat der Revamp des 1980er Jahre Kultfranchise rund um den ewigen Kampf um Eternia auch hierzulande seine Anhänger gefunden. Das erfreut ungemein und macht Lust auf neue Abenteuer von Prinz Adam und seinem Gefolge, die nach den Geschehnissen im
ersten Band in gewisser Hinsicht eine kurze Pause einlegen.
Der zweite Band von "He-Man und die Masters of the Universe" widmet sich nämlich ganz und gar einzelnen Charakteren, deren Leben (und teilweise Leiden) in eigenen Kapiteln aufgerollt werden. Hier gibt es nicht nur interessante Details über König Randor und Battle Cat zu erfahren, sondern auch im Rahmen der Suche nach zwei mächtigen magischen Artefakten auch clever miteinander verknüpfte Geschichten über und mit Man-At-Arms, Evil-Lyn und Trap Jaw sowie eine amüsante Anekdote über einen magischen Fehltritt von Orko.
Den Abschluss und das eigentliche Herz der "Legenden von Eternia" bilden allerdings die drei "Origin"-Ausgaben zu He-Man und seinen beiden Erzgegnern Skeletor und Hordak. In diesen wird das gelinde gesagt belastete familiäre Verhältnis von Prinz Adam und seinem Onkel ebenso thematisiert wie He-Mans erster Griff zum Schwert der Macht und ein Blick weit zurück in die Vergangenheit auf den Anführer der Bösen Horde.
Aufbereitet von einer wahren Armada an Künstlern, darunter Joshua Hale Fialkov (
"Ich, der Vampir",
"Green Arrow"), Jeff Parker (
"X-Men: Erste Entscheidung"), Brian Keene, Kyle Higgins, Pop Mhan und Eric Nguyen, wirft der zweite "Masters"-Band unter der Regie von DC äußerst kurzweilige Schlaglichter auf mehrere Big Players in Eternia, die das Fundament für zukünftige Entwicklungen bilden. Lediglich die Episode um Hordak, die ausgerechnet Altmeister Keith Giffen sowohl getextet als auch gezeichnet hat, kommt inhaltlich trotz überbordendem Pathos etwas blutleer daher.
# # # Andreas Grabenschweiger # # #
Publisher: Panini Comics
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