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Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 113

Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 113
Mit jeder Menge Wut und Blei versucht der Cyborg Luther Manning, seine Menschlichkeit zurückzubekommen.

(C) Hachette / Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 113 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn den frühen 1970er Jahren war Marvel im Umbruch begriffen. Die kreativen Väter des bahnbrechenden "Marvel Age of Comics" der vorangegangenen Dekade brachen entweder zu neuen Ufern auf (Jack Kirby heuerte 1970 ausgerechnet beim großen Rivalen DC an) oder zog sich zusehends aus dem schreiberischen Tagesgeschäft zurück (Stan Lee avancierte 1972 zum Herausgeber). Eine neue Generation hungriger junger Talente machte sich daran, die Ausrichtung des Verlags zu verändern und die kunterbunte Unbeschwertheit der Anfangsjahre hinter sich zu lassen. Der Tod von Gwen Stacy im Sommer 1973 markiert für viele das Ende des "Silver Age", im Februar 1974 debütierte mit dem Punisher einer der ersten und bis heute beliebten Antihelden.


Nur wenige Monate später, mit Coverdatum August 1974, folgte Frank Castle auf den Seiten von "Astonishing Tales" 25 ein weiterer neuer Charakter, der eher auf Feuerkraft als auf überzeugende Argumente setzte. Colonel Luther Manning war im (damals fernen) Jahr 1985 durch die Explosion einer Bombe getötet worden, doch auf Geheiß von Major Simon Ryker implantierte man dem strategisch brillanten Soldaten Computerteile und verwandelte ihn 1990 zu einem 300 Kilogramm schweren Cyborg. Doch das Ziel, einen emotionslosen Befehlsempfänger zu erschaffen, schlug fehl, sodass der korrupte Militär seine Experimente fortsetzt und gleichzeitig versucht, der Rache seines eigenen Frankenstein-Monsters zu entgehen.


Der vorliegende Band deckt mit "Tales To Astonish" 25-28 und 30-36 sowie "Marvel Spotlight" 33 fast die kompletten ersten drei Jahre mit den Auftritten von "Deathlok the Demolisher" ab und stellt nicht nur eine frühe Beschäftigung des "House of Ideas" mit dem reizvollen Thema der Mensch-Maschine dar, sondern kann als einer der kreativen Ahnherren der "Grimm and gritty"-Welle ab Mitte der 1980er gesehen werden. Bis zur letzten hier abgedruckten Ausgabe, in der Deathlok in der Gegenwart landet, gibt es keinerlei Interaktion mit dem Rest des Marvel-Universums, was dem Titel keineswegs schadet, sondern ihn vielmehr zu einer eigenständigen, faszinierenden Variation eines Dauerthemas von Marvel-Figuren macht – der Suche nach Menschlichkeit.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.zeit-fuer-superhelden.de.


 

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