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Movie-Review: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Paramount)

Indiana Jones (c) Paramount
Viele Indiana Jones Fans hatten die Hoffnung auf die Rückkehr ihres Helden bereits aufgegeben. Doch im Mai 2008 kehrte Indy zurück auf die Leinwand.

Fans der alten Teile warteten natürlich besonders gespannt auf Indys neues Abenteuer. Dementsprechend hoch liegt also die Latte an der sich ein in die Jahre gekommener Harrison Ford messen muss.

Nach kurzen Startschwierigkeiten findet man sich aber schon Mitten in einem soliden Indiana Jones Film wieder. Unser liebster Archäologe kämpft diesmal natürlich nicht mehr gegen die Nazis - mittlerweile schreiben wir das Jahr 1957 - sondern gegen die Russen. Der kalte Krieg ist voll im Gange und die Russen versuchen ein Gerät zu entwickeln mit dem sie die Gedanken ihrer Feinde kontrollieren können. Dazu benötigen sie ein ur altes Artefakt – einen massiven Kristallschädel, der in den Legenden um Akator, die fabelhafte Stadt aus Gold vorkommt.

Indy wird in diesem Film von einem jungen Draufgänger, mit dem wunderlichen Namen „Mutt“, begleitet. Dieser ist der Sohn von Indys Flamme aus dem ersten Teil „Der Jäger des verlorenen Schatzes – und entpuppt sich später, wenig überraschend als Indys Fleisch und Blut.

In guter alter Indiana Jones Manier entwickelt sich der Plot in einem turbulentem Wettlauf mit den Russen der immer wieder Höhen und Tiefen mit sich bringt.
Der bekannte und beliebte Humor kommt dabei nicht zu kurz und man fühlt sich schnell in die goldene Zeit der George Lucas und Steven Spielberg Koproduktionen zurückversetzt.

Harrison Ford wirkt keineswegs Müde und hat angeblich selbst darauf bestanden, dass es mehrmals Anspielungen auf sein Alter geben soll. Leider wurden manche (Action-) Szenen etwas zu stark überzeichnet und wirken mehr lächerlich als cool und passen auch sonst nicht so recht ins Gefüge des Films. Ähnlich geht es auch dem großen Finale, dass ebenfalls etwas gekünstelt wirkt. Hier wurde unnötig Potential verschenkt und genau das kostet dem vierten Teil die Chance zum absoluten Kult-Film. Dennoch ist Steven Spielberg mit „das Königreich des Kristallschädels“ ein solider Blockbuster gelungen, der sich vor seinem eindrucksvollen Stammbaum nicht verstecken zu braucht.

Technisch gesehen ist die DVD Umsetzung tadellos. Der Klang wirkt sowohl auf 2.1 als auch auf 5.1 Systemen satt und bietet volle Bässe und klare Höhen.
Die Bildqualität ist ebenfalls gut, allerdings wirken die Effekte teilweise künstlich. Diese Problematik gab es allerdings schon in der Kinofassung, ist also kein Manko der DVD.

An Zusatzinhalten gibt es noch zwei Featurettes, die zwar nett sind – aber keinen echten Mehrwert darstellen. Hier hätte man den Fans noch weitaus mehr bieten können.

Indy Fans kommen an dem neuesten Teil natürlich nicht vorbei. Obwohl manche Szenen gekünstelt und unpassend wirken, schafft es der Film dennoch den alten Charme auf die Leinwand zu zaubern.


###Hannes Schaufler###

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