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Movie-Review: Futurama – Die Ära des Tentakels (20th Century Fox)

Futurama - Die Ära des Tentakels (c) 20th Century Fox Home Entertainment
Wer auf der Suche nach der großen Liebe ist, kann sich nun im Jahr 3000 Inspiration holen.

Futurama - Die Ära des Tentakels (c) 20th Century Fox Home Entertainment / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNachdem der Stammsender Fox die Serie „Futurama“ um die "Planet Express"-Crew wegen schwacher Einschaltquoten - großteils verschuldet durch ein chaotisches Austrahlungsschema mit häufig wechselnden Sendeplätzen - nach nur vier Seasons absetzte und sich die Wiederholungen auf dem Konkurrenzsender "Comedy Central" wider Erwarten als großer Erfolg erwiesen, wurden rasch neue Folgen in Auftrag gegeben. Vor deren Ausstrahlung sollten aber vier abendfüllende Spielfilme auf DVD erscheinen, von denen mit "Der Tag des Tentakels“ (The Beast with a Billion Backs) nun der zweite vorliegt.

Im neuesten Abenteuer aus dem Jahr 3000 wird die Erde von einem Riss im Universum bedroht, der von Professor Farnsworth und seinem Intimfeind Wernstrom repariert werden soll. Als alle Versuche in dieser Richtung fehlschlagen, dringt schließlich Fry selbst in das Paralleluniversum jenseits des Risses vor. Dort haust ein tentalkelartiges Lebewesen namens Yivo, dass sich zuerst ihn und dann mit seiner Hilfe auch den Rest der Menschheit gefügig macht. Dass die Menschheit von einer fremden Macht unterjocht wird, ist zwar bei Gott nichts Neues, spaßig ist aber die Art wie dies geschieht: Durch das Andocken seiner Tentakel am Nacken der Erdenbewohner bindet Yivo, der sich in seiner Einsamkeit nichts sehnlicher wünscht als einen Partner, diese durch Liebe an sich. Mit Fry als Oberpriester einer neuen Liebesreligion bricht die universelle Liebe auf Erden aus, während der umtriebige Bender im Rahmen der sinistren "Liga der Roboter" an seiner ihm eigenen Art der Herrschaft über die Menschen arbeitet...

Wie man es von Matt Groening und seinem Team gewohnt ist, gibt es auch bei "The Beast with a Billion Backs" wieder etliche Science-Fiction-Referenzen und Insider-Gags zur Gegenwart. Die witzige Handlung kann allerdings nicht über einige Längen hinwegtäuschen, was aber beim Aufpumpen von Serien auf Spielfilmlänge ein altbekanntes Übel ist. Auch scheint etwas Schärfe und Bissigkeiten beim Humor im Vergleich zur Serie, aber auch zum Vorgänger, dem Zeitreisespektakel "Bender`s Big Score" abhanden kommen zu sein. Das Ganze geht verdächtig in Richtung Familienunterhaltung, was wohl dem exklusiven Vertrieb auf DVD geschuldet ist.

Trotz der erwähnten Schwächen ein kurzweiliger Trip ins 31. Jahrhundert. Futurama-Fans kommen vor allem aufgrund der zahlreichen Anspielungen auf ihre Kosten, allen anderen wird witzige Serienkost auf Spielfilmlänge serviert. Unter den Extras hervorzuheben ist die halbstündige „Lost Episode“ in 3D.



###Andreas Grabenschweiger###

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