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Movie-Review: Aliens vs. Predator 2 Requiem (20th Century Fox)

Predator Shuriken (c) 20th century fox
Die Kombination "Außerirdisches Monster plus böseres außerirdisches Monster plus Vertreter der Spezies Mensch" hat tolle Comics, zwei brauchbare Ego-Shooter-Umsetzungen für den PC und einen Kinofilm ergeben. Gilt das auch für den zweiten Teil der filmischen Monsterhatz?

Wer zu der vermutlich verschwindend kleinen Schar von cinephilen Leuten gehört, dem die Begriffe "Alien" und "Predator" nichts sagen, hier eine kleine filmhistorische Lektion: Zwischen 1979 und 1997 kamen vier Teile der "Alien"-Filmreihe ins Kino, in denen sich Sigourney Weaver als Ellen Ripley mit ekelhaften Monstern auseinandersetzen musste. Nicht zuletzt durch die beklemmende Atmosphäre und die von H. R. Giger entworfenen Alien-Designs war die Reihe nicht nur künstlerisch, sondern auch finanziell ein großer Erfolg. 1987 betrat schließlich ein weiteres extraterrestrisches Monster die Leinwand: Der Predator. Ein Vertreter dieser hochtechnisierten Spezies dezimiert im gleichnamigen Film eine militärische Spezialeinheit im Dschungel Lateinamerikas unter dem Kommando von niemand geringerem als Arnold Schwarzenegger.

Das Sequel von 1990 verlegte das Jäger/Gejagter-Szenario in den Großstadtdschungel von Los Angeles, wo sich Danny Glover als Cop mit dem ungebetenen außerirdischen Gast auseinandersetzen musste. Nachdem eine Szene gegen Ende des Films einen Alienschädel in der Trophäensammlung des Predator-Raumschiffes zeigt und bereits vorher ein entsprechender Comic mit eben diesem Titel erschienen war, lag das filmische Aufeinandertreffen der beiden Weltraummonster auf der Hand. Dort lag es dann, abgesehen von den erwähnten Comics und PC-Spielen, auch ziemlich lange - bis zum ersten "Aliens vs. Predator"-Film aus dem Jahr 2004. Nun liegt der Nachfolger mit dem Zusatztitel "Requiem" von 2007 auf DVD vor.

Gleich zu Beginn des Films, anknüpfend an das Ende des ersten Teils, werden wir Zeuge einer Geburt, die allerdings keine wirklich herzerwärmenden Mutterfreuden zur Folge hat. Ist doch der Predator, aus dessen Brust sich ein Alien-Predator-Hybrid seinen Weg bahnt, bereits tot. Zu allem Unglück stürzt das Predator-Raumschiff in den Wäldern von Gunnison, Colorado ab. Natürlich haben der Hybrid und einige Aliens überlebt und machen sich munter ans Werk. Was das bedeutet, ist Insidern bereits vertraut: Unschuldige Erdenbürger anfallen und sie zu unfreiwilligen Leihmüttern für die eigene ekelige Brut machen.

Den Aliens stellen sich schließlich sowohl ein Predator, der das Notsignal des Raumschiffes empfangen hat und ihm auf die Erde gefolgt ist, als auch eine Schar zumeist jugendlicher Einheimischer entgegen. An diesem Punkt gerät der Film in große Gefahr, in der Masse der Teenie-Horror-Schocker zu versinken: Weichei-Loser wird vom Freund des angehimmelten Mädchens zusammengeschlagen und erhält dann die Möglichkeit sich im Verlauf der Handlung als Mann zu behaupten und ihr Herz zu gewinnen. Gott sei Dank fällt das Ganze dann aber keinesfalls so schlimm wie befürchtet aus, wofür in erster Linie die geradlinige Action der Gebrüder Strause ("300") und der zynische Schluss verantwortlich sind. "Requiem" kann sich zwar vom Etikett "Popcornkino" nicht lösen, aber wer sagt dass das Aufeinandertreffen der beiden populären Filmmonster intellektuellen Tiefgang bieten muss? "Alles fließt" heißt es frei nach Heraklit - und wenn es, wie in diesem Fall, nur Blut ist.

Actionsfans werden mit "Aliens vs. Predator 2: Requiem" auf ihre Kosten kommen, Eingeweihte des Alien/Predator-Universums mit den eingestreuten Anspielungen Stoff zum Diskutieren haben. Als Extras gibt’s Regiekommentare sowie interessante Making Ofs und Infos über die beiden Filmmonster.



###Andreas Grabenschweiger###

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