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MAROON - Order

MAROON order (c) Century Media/EMI
Century Media/EMI


MAROON order (c) Century Media/EMI / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEin neues MAROON-Album zu hören, ist inzwischen ein bisschen wie Heimkommen. Oder in einen angenehm zu tragenden Sportschuh zu schlüpfen. Die gebrachten Vergleiche haben jetzt allerdings nichts, aber gar auch gar nichts mit ‚langweilig’ oder ‚unspektakulär’ zu tun, sondern eher mit Wiedererkennen und Vertrautheit. Das ist per se schon ein großes Kompliment im Metalcore-Bereich, das außer den Nordhausenern im deutschsprachigen Raum vielleicht noch zwei, drei weitere (darunter HEAVEN SHALL BURN) Formationen dieser Sparte für sich in Anspruch nehmen dürfen. Der Gesamteindruck von „Order“ ist ein hervorragender, MAROON haben mit diesem massiven Metalcore-Brett, das keinerlei Bruchstellen aufweist, ihre bislang dynamischste und reifste Leistung abgeliefert. Soviel zum vorweggenommenen Fazit. Trotzdem wird es erst so richtig interessant, wenn man sich näher mit „Order“ zu beschäftigen beginnt. Denn neben dem, was MAROON ohnehin perfekt beherrschen, nämlich effektive Brecher wie „Erode“, „Stay Brutal“ oder „Bombs Over Ignorance“ rauszuhauen, haben Andre & Co. dieses Mal sehr deutlich über den eigenen Tellerrand gelugt – und das hat sich bezahlt gemacht. Da wäre zum einen „Bleak“, das in der Strophe so unglaublich frappant an THEATER OF TRAGEDY (!) zu deren „Aegis“-Zeit erinnert. Hier schimmert ganz deutlich Andres Vorliebe für Gothic Metal durch. Wahrscheinlich rechtfertigt allein dieser Song die Wahl von Markus Stock (THE VISION BLEAK) als Produzenten, der aber auch sonst ganz hervorragende Arbeit geleistet hat. Außerdem gibt es mit „Children Of The Next Level“ auf „Order“ die erste astreine und wirklich gute Black Metal-Nummer des Sextetts zu hören. Zum Schluss dann natürlich noch „Schatten“, bei dem Andre ein Gedicht von Friedrich Rückert („Du bist ein Schatten am Tage“) als textliche Grundlage heran gezogen hat, und das an Kraft und Ausdruck eigentlich von keinem der anderen Songs erreicht bzw. übertroffen wird. Aber was soll auch schon groß Schlechtes dabei rauskommen, wenn zwei Könner in ihren jeweiligen Domänen quasi gemeinsame Sache machen?
www.maroonhate.com
Christoph Komjati

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