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Das Schwarze Auge 10

Das Schwarze Auge 10
Wie gewonnen, so zerronnen. Nur wenige Augenblicke hielten die Gefährten den verfluchten Schatz in ihren Händen, da wird er ihnen auch schon wieder abgenommen.

Das Schwarze Auge 10Tatsächlich können Hothar und seine Freunde den Schatz, den Ragna an Bord des Geisterschiffs in ihren Besitz gebracht hat, bergen. Vielleicht besteht nun eine reelle Chance, den Fluch zu brechen und Ragnas Leben zu schonen. Doch kaum hat man die vom Einsturz bedrohten Höhlen mit knapper Not verlassen, wird der Gruppe die Beute auch schon wieder aus den Händen gerissen. Schwerbewaffnete Reiter erwarten sie bei ihrer Rückkehr zum Schiff und fordern die Herausgabe der Truhe. Angesichts der Übermacht an Feinden sind die Gefährten gezwungen sich erneut vom Schatz zu trennen.


Besteht für Ragna noch eine Möglichkeit, den Fluch, der sie und ihre Mannschaft einst traf, zu brechen? Wenn Hothar seine Schwester vor dem sicheren Tod bewahren möchte, müssen er und seine Begleiter mehr über die Herkunft des Schatzes erfahren. Kein leichtes Unterfangen. Unter großen Strapazen lässt sich endlich der Name des Geisterschiffs ermitteln. Man kehrt in die Hrunjasbucht zurück, um dort weitere Informationen zu sammeln. Noch ahnen die Freunde nicht, welch gefährliches Abenteuer vor ihnen liegt.


Zack, und da ist es passiert. Ganz langsam und fast unter dem Radar feiert "Das Schwarze Auge" mit "Das Geisterschiff" das erste kleine Jubiläum. Die Folgen sind bei einer zweistelligen Zahl angelangt, was oft ein Indiz dafür ist, dass eine Serie ihr Publikum gefunden hat. Ohne Umschweife kann man behaupten, dass dies auch vollkommen zurecht geschehen ist, denn auch die nunmehr vierte Episode der zweiten Staffel bietet hohen Unterhaltungswert und öffnet auch dem bisher nicht kundigen Hörer ein Portal ins fantastische Aventurien.


Tatsächlich gelingt es mit der kurzen Einführung auch ohne Kenntnis der vorherigen Folgen dem Geschehen zu folgen und sich auf das Abenteuer, das Hothar und seine Gefährten bestreiten, einzulassen. Wenn man auf der Suche nach einem markanten Etikett für diese Episode ist, so dürfte es mit "stimmig" gut umschrieben sein. Spannungsgeladene Momente voller Action lösen sich ab mit ruhigeren Passagen, in denen man mehr über die Hintergründe des verfluchten Schatzes und den Gegenspielern der Heldengruppe erfährt. Dazu gesellen sich kurze Sequenzen, die kleine Informationshappen über die eingeschworene Gruppe von unterschiedlichsten Charakteren präsentieren, angereichert mit einer Messerspitze Humor und verbalem Geplänkel.


Nun wird es kritische Stimmen geben, die dies als trivial erachten. Ihnen sei entgegnet, dass es sich hier schließlich um eine Serie handelt, die die Fantasie der Hörer beflügeln soll und diese Aufgabe auf nahezu perfekte Art meistert. Natürlich ginge es inhaltlich sicher noch anspruchsvoller und tiefgehender, aber mal ehrlich, wie viele TV-Serien kennen wir, die lediglich nach einem einzigen entscheidenden Parameter beurteilt werden, nämlich wie gut wir uns unterhalten fühlen. Und genau in dieser Kategorie möchte ich die Höchstnote zücken, denn auch von "Das Geisterschiff" fühlte ich mich bestens unterhalten.


Die Soundeffekte sind auch hier das Zünglein an der Waage, schließlich sorgen sie dafür, dass man sich ohne Probleme auf die Story einlassen kann. Schnell gelingt es durch die gut gewählten Geräusche sich den maritimen Charakter auch dieser Folge zu erschließen. Gleiches gilt für die eher unheimlichen Momente, die wirklich stimmungsvoll in Szene gesetzt wurden. Die musikalische Bearbeitung bleibt innerhalb der bekannten Koordinaten, was nicht als Kritik verstanden werden soll, sondern hier eher für einen wohligen Wiedererkennungswert sorgt.


Bei den Sprechern sind es diesmal sicherlich auch die Gäste, die diese Episode mit ihrer Arbeit noch einmal zusätzlich aufwerten. Santiago Ziemser überzeugt als undurchsichtiger thorwalischer Seher. Ihm glückt der Drahtseilakt seine Figur irgendwo zwischen gut und böse in einem hellen Grauton anzusiedeln, der beim Hören einfach Lust auf mehr macht. Dazu kommt man in den Genuss, der Performance eines Sprechers zu lauschen, der sich in den letzten Jahren ein wenig rar gemacht hat: Umso schöner, Torsten Münchow hier bei einem kleinen aber feinen Gastauftritt begegnen zu dürfen.


Über die Hauptdarsteller muss man an dieser Stelle eigentlich nur noch wenige Worte verlieren, denn was am Anfang ein wenig ungelenk und holperig klang, präsentiert sich nun wie aus einem Guss. Die Sprecher haben eine Verbindung zu ihren Figuren gefunden, was man hier und in den vorherigen Episoden der zweiten Staffel bereits deutlich hören konnte. Kleine Rädchen greifen nun ineinander und machen eine gute Serie zu einer, die man durchaus liebgewinnen kann. Im Moment lässt "Das Schwarze Auge" kaum Wünsche offen.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: WinterZeit




 


 

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