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Comic-Review: Wraithborn (Panini)

wraithborn_cover (c) Panini
Es war einmal eine ganz normale Highschool-Schülerin mit einem ganz normalen Leben, bis sie plötzlich mit enormer Macht ausgestattet wurde… kommt bekannt vor? Ja, reicht in diesem Fall aber für einen hauptsächlich optischen Leckerbissen.

wraithborn_cover (c) Panini / Zum Vergrößern auf das Bild klickenVerantwortlich für die sechsteilige US-Miniserie, die von Panini jetzt in einem Paperback vorgelegt wird, zeichnen Joe Benitez und Marcia Chen. Beide sind dem einen oder anderen vielleicht aus den Top Cow-Serien "Darkness", "Weapon Zero" und "Ascension" geläufig, die schon in den 1990er Jahren Comic-Fans mit ausgefeiltem Artwork und State of the Art-Computerkolorierung begeistert haben.


Das Wort "wraith" lässt sich mit "Geist", "Gespenst" oder "Geistererscheinung" übersetzen. Gegen die unangenehmen Vertreter dieser Sorte, die als Unsterbliche danach trachten in die Welt der Lebenden zu gelangen, richtet sich die uralte Macht der "Wraithborn". Diese wird innerhalb eines geheimen Ordens weitergegeben, gerät aber durch einen Zufall an die unbedarfte Melanie Moore, die zur falschen Zeit am falschen Ort ist. In unserem Fall natürlich am Friedhof, wo sie ihre tote Mutter besucht. Kurz vor seinem Tod überträgt ein Krieger die "Wraithborn" an Melanie, die das unheimliche Geschehen mit anschließender Verfolgungsjagd durch unfreundlich gesinnte Monster zunächst für einen Albtraum hält.


Als sich aber die seltsamen Begegnungen häufen und lebensbedrohliche Ausmaße annehmen, muss unsere Heldin erkennen, dass an der ganzen Sache doch etwas Handfestes dran ist. Nämlich Voodoo, den sich die mächtige Brigit zunutze macht um sich die Kraft der „Wraithborn“ zu sichern – als Geist, ein sogenannter Loa, nimmt sie den Körper einer Sterblichen an und sendet ihre Monsterhunde aus, um Melanie in ihren Besitz zu bringen.


Wenn man sich die Grundzutaten dieser Story – eine uralte Macht, ihre weibliche Trägerin im Kampf gegen finstere Mächte – ansieht, erinnert das ganze doch sehr stark an "Witchblade". An dessen Gegenstück aus demselben Verlag, "Darkness", wiederum ist eindeutig Melanies Beschützer Valin besonders dem Aussehen nach angelehnt, Brigits "Hunde" wiederum könnten als Darklings, die kleinen Helferlinge von Herrn Jackie Estacado, durchgehen. Der Verdacht einer aus Versatzstücken zusammengeflickten Handlung liegt hier in der Luft und kann leider auch nicht wirklich entkräftet werden. Die Handlung vermag es nicht sich aus den Untiefen der Beliebigkeit zu erheben, was schade ist angesichts der tollen zeichnerischen Leistung, die Joe Benitez hier abliefert. Die dynamischen Kampfszenen und natürlich die anmutigen Frauenkörper würden ohne Sprechblasen ein tolles Posterbook hergeben, keine Frage. So aber ist "Wraithborn" in die Kategorie "Comic-Fast Food" einzuordnen: Hilft gegen den Hunger zwischendurch, hinterlässt aber keinen bleibenden Geschmack.


 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #

 


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