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Book-Review: The Tokyo Diaries (Rockbuch)

the_tokyo_dairies_cover (c) Rockbuch
Dass ein Buch nicht immer gleich in höchst ausgereifter Prosa daherkommen muss, sondern oft einfach nur seines Inhalts wegen überzeugen kann, beweist ein ehemaliger Japanologie-Student aus Köln.

the_tokyo_dairies_cover (c) Rockbuch / Zum Vergrößern auf das Bild klickenJetzt wird sich mancher sicherlich denken: "Oh mein Gott, wieder so ein Japanophiler, der seinen Anime- und Otaku-Wahn schriftstellerisch Ausdruck verleiht." Weit gefehlt. Denn David Schumann ist alles andere als der typische Japan-Fan: Er ist Punk, hat Unmengen an Tätowierungen, Piercings und weist auch sonst nicht gerade den klassischen Typ auf, den japanische Familien gerne bei sich daheim aufnehmen würden. Doch gerade durch seine Besonderheit wurde sein ursprünglich für ein Semester angesetzter Japan-Aufenthalt auf insgesamt zwei Jahre verlängert.


2005 entschloss sich der damals 29-jährige David dazu, eine Sprachreise nach Japan anzutreten. Gleich in den ersten Wochen in der Hauptstadt und Mega-Metropole Tokio wird er von einer Fotografin wegen möglichen Shootings angesprochen. Es vergehen einige Monate und plötzlich wird David mit Fotoaufträgen en masse überhäuft. Nebenbei finden sich in "Tokyo Diaries" unzählige Anekdoten zu den Frauen, mit denen es anfangs nicht so recht klappen will, die Arbeit mit Musikern, das Spielen in insgesamt drei Bands und jede Menge Saufgelage.


Zwischen all diesen illustren Geschichten müssen natürlich auch das Studium verfolgt und die Sprache gelernt werden. Doch merkt man dem lebensnahen Punk schnell an, wo im Grunde seine Prioritäten liegen. So erfährt man viel Lustiges, manchmal Trauriges und vieles das sich am Ende nicht mehr wirklich genau sagen lässt, da man es in den unzähligen betrunkenen Stadien des Seins wohl vergessen hat. Tja, David ist ein Lebemann und das ist auch gut so, denn gerade durch seine erfrischende Art zeigt er, dass ein Japan-Aufenthalt auch anders sein kann. Sehr anders.


Zum Schluss gibt es im Anhang noch den Verweis auf den passenden Soundtrack jener Tage. In "Tokyo Diaries" wird kein Blatt vor den Mund genommen und der Kölner Punk schreibt wie er redet. Aber gerade diese Tatsache macht ihn und seine Abenteuer im Land der aufgehenden Sonne so sympathisch.

# # # Philipp Aba # # #




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